Case Study
OGE sattelt von mobiler Eigenentwicklung um auf MOBILE X
OGE mit Sitz in Essen (bis Ende August 2010 E.ON Gastransport GmbH) ist mit einem Leitungsnetz von rund 12.000 Kilometern einer der großen Fernleitungsnetzbetreiber in Europa. Rund 2.000 Mitarbeiter:innen sorgen für einen sicheren, umweltschonenden und kundenorientierten Gastransport.
Zu den Kerntätigkeiten zählen neben dem kompletten Prozess von der Planung bis zum Bau von Gasleitungen auch der Betrieb des Leitungssystems mit Wartung und Instandhaltung sowie das Management und die Vermarktung von Transportkapazitäten. Im Bereich des Netzbaus und der Instandhaltung arbeiten deutschlandweit mehr als 500 Techniker im Außendienst von OGE.
Pro Jahr fallen etwa 60.000 Aufträge aus den Bereichen der geplanten Instandhaltung, der Störungsbeseitigung oder des Netzbaus an. Dabei handelt es sich zum Beispiel um die Inspektion, Funktionsprüfung und Wartung von Gashochdruckleitungen, Gasdruck-Regel und -Messanlagen und Verdichterstationen.
Für Störungen und Notfälle steht rund um die Uhr ein Bereitschaftsdienst zur Verfügung, der über die zentrale Meldestelle für das 24/7-Störungsmanagement koordiniert wird.
Migration auf zeitgemäße, mobile Lösung
Um auf Informationen zu ihren Aufträgen aus SAP PM von unterwegs zuzugreifen und ihre Rückmeldungen zu erstellen und an das Backoffice zu übermitteln, nutzten die Techniker:innen bis 2014 eine Eigenentwicklung auf Basis von Visual Basic und Access, die über iDocs mit SAP PM kommunizierte. Nach der Ablösung von Windows XP gab es keine Möglichkeit mehr, diese Anwendung weiterzuentwickeln beziehungsweise eine Kompatibilität mit Windows 7 herzustellen.
Bereits seit 2010 begann OGE mit der Suche nach einer neuen Lösung, die offline-fähig sein und mindestens den Funktionsumfang der alten mobilen Lösung bieten sollte. Die Wahl fiel schließlich auf MOBILE X von Solvares Field Service. Ausschlaggebend dafür waren die Unterstützung von CATS für die Zeitrückmeldungen, das Anwendungsdesign und die Erweiterung Dynamische Formulare.
Im Februar 2014 begann die Migration auf MOBILE X zunächst mit einem Piloten. Von Juni bis Oktober 2014 erfolgte dann der stufenweise Roll-out von MIA (Mobile Instandhaltung von Anlagen) – so der interne Projektname – auf alle Techniker. Nach vier Stunden Schulung konnten die Techniker:innen bereits mit der neuen Lösung arbeiten.
Zur Motivation der Kolleg:innen trug zudem bei, dass sie das System von unterschiedlichen Rechnern aus nutzen können oder schnell und einfach eine neue Version installieren können, wenn zum Beispiel ein Gerät ausfällt, ohne dass dabei Daten verloren gehen.
Gebietsweise Disposition von Aufträgen
Die etwa 80 Disponent:innen von OGE sind auf 50 Niederlassungen im gesamten westdeutschen Raum verteilt. Die Zuordnung der Aufträge auf die jeweiligen Techniker erfolgt nach Regionen. Das hat auch den Hintergrund, dass im Störungsfall bei Gasaustritt ein:e Techniker:in innerhalb von 30 Minuten am Einsatzort sein muss.
Die Techniker erhalten von den Disponenten jede Woche in MOBILE X eine aus SAP PM generierte Liste mit geplanten Aufträgen zur Wartung und Instandhaltung. So hat jeder Techniker einen Vorrat von bis zu 100 Aufträgen auf seinem HP Elite Book, deren Abarbeitung er selbst einteilen kann. Störungen werden von der zentralen Meldestelle aus koordiniert und an den zuständigen Techniker vor Ort weitergeleitet.
Durch die Offline-Fähigkeit der mobilen Lösung haben die Techniker auch im Funkloch stets Zugriff auf alle relevanten Informationen zum Auftrag beziehungsweise können Daten erfassen, die dann bei der nächsten Synchronisation automatisch übernommen und an SAP PM übermittelt werden.
Rückmeldung der Arbeitszeiten
Auch ihre Arbeitszeiten melden die Techniker über MOBILE X zurück. Diese Daten werden dann an SAP CATS, das anwendungsübergreifende Arbeitszeitblatt, übermittelt. Dabei können sie auch Kollegenrückmeldungen vornehmen. Wenn zum Beispiel drei Techniker eine Funktionsprüfung an einer Gashochdruckleitung durchführen, trägt einer von ihnen die Zeiten für sich und seine zwei Kollegen ein.
Um Fehler bei der Verbuchung in SAP zu vermeiden, erfolgt vorab eine Prüfung der Daten nach vorgegebenen Regeln. Bei Unregelmäßigkeiten wird der Zuständige per Mail informiert und die Daten dann in CATS korrigiert.
Auch den Verbrauch von Material aus dem Fahrzeuglager können die Techniker über MOBILE X dokumentieren und verbuchen. Das umfasst sowohl bereits im Auftrag verplantes, größeres Material sowie ungeplantes Material, das sie vor Ort benötigen. Die Nachbestellung von Material erfolgt automatisch in MM, wenn bestimmte Mindestmengen unterschritten sind.
Was Sie daraus für Ihren Service mitnehmen können
- Der Umstieg von einer Eigenentwicklung auf eine standardisierte mobile Lösung wie MOBILE X erhöht Datensicherheit, Wartbarkeit und Zukunftsfähigkeit.
- Offline-fähige Auftragsbearbeitung stellt sicher, dass Techniker:innen auch im Funkloch alle Infos zur Anlage haben und Rückmeldungen direkt erfassen können.
- Die integrierte Zeitrückmeldung an das ERP vereinfacht die Erfassung von Arbeitszeiten – auch für ganze Teams – und reduziert Fehler.
- Digitale, dynamische Formulare ersetzen Papierberichte, verbessern die Datenqualität und lassen sich flexibel an neue Anforderungen anpassen.
- Zentrale Server-Speicherung schützt vor Datenverlust bei Geräteausfällen und erleichtert Updates oder den Gerätewechsel erheblich.
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